Endlich Oberliga-Luft geschnuppert

Mitteldeutsche Oberliga:
SV Muldenthal Wilkau-Haßlau 9:1 TTV Bleicherode

Lange hatten die Bleicheröder Tischtennis-Herren auf diesen Moment hingefiebert, in Wilkau-Haßlau durfte man nun am letzten Samstag endlich den ersten Oberliga-Ball in der Geschichte des TTV spielen. Erwartungsgemäß hingen die Trauben hoch, gut verkauft hat man sich, trotz aller Nervosität, aber allemal.

Die Gastgeber aus dem Landkreis Zwickau erwiesen sich als die erwartet spielstarke Truppe, angeführt von den jungen Yehor Borshchevskyi (Ukraine) und dem Polen Krzysztof Michno. Schaut man sich allein die Durchschnittspunkte der beiden Teams mit 2045: 1910 an, waren die Rollen mehr als klar verteilt.

„Unser Ziel ist es, in keinem Spiel mit 0:10 rauszugehen, das wird unsere Saison-Challenge“, fasst Sebastian Carl die Aussichten der Spielzeit zusammen.

Auch optisch in Oberliga-Form: Die TTV Erste

Im Match selber schrammte der Bleicheröder Spitzenmann gleich im ersten Spiel haarscharf am Punktgewinn vorbei, gegen Michno glich der Kalistädter zwar jeweils aus, im Entscheidungssatz war der Gastgeber beim 11:8 aber glücklicher. Auch Hanjo Hagemeier musste sich erst im Entscheidungssatz geschlagen geben, Gegenüber Lenny Schubert steigerte sich nach 1:2 Rückstand spürbar und holte sich den 6:0 Zwischenstand.

Nun machte es Sebastian Carl noch spannender: gegen Borshchevskyi gab es über fünf Sätze Spitzen-Ballwechsel, die Partie hatte eigentlich keinen Sieger verdient. Mit 11:9 setzte sich Sebastian hauchzart durch und holte den ersten Oberliga-Zähler für den TTV. Aufgrund des Kampfgeistes des ganzen Teams auch absolut verdient.

Hanjo hätte fast noch einen zweiten dazugepackt, doch auch gegen Thomas David war im Entscheidungssatz Fortuna auf Seiten der Sachsen.


Mitteldeutsche Oberliga:
TTV Bleicherode 2:8 Schott Jena

Im Sonntagmorgen ging es dann in heimischer Halle direkt weiter. Mit Schott Jena stellte sich der Regionalliga-Absteiger vor. Dabei wurde erstmals in der Löwentorhalle die neue Video-Technik eingesetzt, womit die Spiele live im Internet zu sehen sind.

„Das war schon eine echte Herausforderung“ gibt der technisch Verantwortliche Christian Heise zu, „speziell beim ersten Mal ist man schon aufgeregt, ob alles klappt.“

Hat es, soviel sei voraus geschickt, mit 1500 Aufrufen (Stand 14.09.) darf man durchaus zufrieden sein.

Das Spiel an sich zeigte, dass man punktuell durchaus mithalten kann: Vor allem Micha Rutz zeigte eine starke Vorstellung. Gegen Oleksandr Virozub gab es zwar ein ärgerliches 2:3, doch gegen Sarkis Grigoryan holte sich „Rutzi“ durch ein 11:9 seinen ersten Punkt in der Oberliga und sorgte für den größten Jubel und der TTV-Fans.

„Ich bin echt happy und erleichtert, dass ich nicht ewig warten musste. Jetzt ist das erste Ziel erreicht und ich kann ganz befreit auftreten“, so der TTV-Vierer.

Zuschauer in der Löwentorhalle

Sonntagsaufstellung mit Sven Ebert

Sonntagsaufstellung mit Sven Ebert

 

 

 

 

 

Auch Sebastian Carl krallte sich wieder einen Zähler. Gegen Stanislav Chornobaiev sogar recht deutlich: nach verlorenem Auftakt legte Sebastian deutlich zu, holte sich die drei Folgeabschnitte mit 11:7, 11:5 und 11:5 und bleibt damit weiter das heißeste Eisen im Bleicheröder Oberligafeuer.

„Wir sind jetzt erste einmal angekommen und können das Niveau etwas besser einschätzen. In zwei Wochen (So, 27.09., 12:00 Uhr) wollen wir gegen Rotation Leipzig versuchen, wieder ein Stück besser zu spielen“, gibt Kapitän Tim Liebergesell die Marschroute vor.

TTV: Sebastian Carl 2; Michael Rutz 1; Tim Liebergesell, Hanjo Hagemeier und Sven Ebert alle 0