Ersatzmann mit traumhaften Comeback

1. Bezirksliga: TTV Bleicherode II 8:6 TSV Breitenworbis

Ein tolles Tischtennis-Match bekamen 40 begeisterte Zuschauer am Samstag in der 1. Bezirksliga geboten. Reihenweise starke Ballwechsel, Hochspannung und einige Überraschungen sorgten für einen kurzweiligen Nachmittag. Am Ende eines aufregenden Nachmittags blieb die Bleicheröder Oberliga-Reserve wiederum knapp siegreich und damit in der Spitzengruppe der ausgeglichenen Liga.

Dabei war wieder einmal schön zu beobachten, dass der Sport doch die schönsten Geschichten schreibt. Bei der Heimmannschaft schlüpfte Ersatzmann Stephan Müller in die Rolle des Hauptdarstellers. Nach langer Verletzungspause gerade erst wieder richtig eingestiegen, ersetzte er mit Jörg Griebsch (verhindert) und Steffen Weber (ohne Form ohne Chance) punktetechnisch das komplette untere Paarkreuz und holte sich überragende und klare Siege. Obwohl keinesfalls schlecht aufgelegt verzweifelten sowohl Alexander Sukau (5,8,9), als auch Kevin Hebestreit (7,8,8) an der unorthodoxen Spielweise.

Im oberen Paarkreuz erkämpften Tobias Liebergesell (3:2 gegen Luca Sukau und 3:1 gegen Marcius Krauel) und Lennart Czosnyka (3:1 gegen Luca Sukau) den kleinen Vorsprung für die Kalistädter, die mit einem Break vorn 6:4 in die abschließende Einzelrunde gingen.

Diese eröffnete Steffen Weber, der sich gegen den Breitenworbiser Spitzenmann Luca Sukau in die Partie biss und zumindest den Entscheidungssatz erzwang, der dann aber Beute des Eichsfelders wurde (11:5).

Wieder gut unterwegs: Lennart Czosnyka

Doch auf die Bleicheröder Spitzenmänner war ebenfalls verlass, wenngleich beide hart arbeiten mussten. Lennart Czosnyka musste gegen Alex Sukau immer im höheren Drehzahlbereich agieren, um die Partie (3:1) im Griff zu behalten. Und das Spiel Tobias Liebergesell gegen Kevin Hebestreit war dann noch einmal Werbung für die 1. Bezirksliga.

Reihenweise spektakuläre Rallys brachten die Stimmung noch einmal nach oben und vor allem der erste Durchgang war an Spannung nicht zu überbieten (17:19). Dann stellte Tobi sein Spiel aber etwas um, spielte mit mehr Spin und provozierte so kleinere Fehler, was sich dann im Ergebnis widerspiegelte (11:8, 11:8 und 11:6).

„Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Team, dass meinen Totalausfall so stark abgefedert hat. Vor allem freue ich mich auch für Mülli, der fast 9 Monate gar nicht spielen konnte und dann so ein Comeback hinlegt. Und bedanken muss man sich natürlich auch beim Publikum. Wieder fast 40 Zuschauer, das ist schon herausragend“, fasste in glücklicher Kapitän Steffen Weber zusammen.

Weiter geht es bereits Samstag beim nicht zu unterschätzenden Schlusslicht in Bad Langensalza. Dann kommt es zum kleinen Derby gegen Hydro Nordhausen (07.11. – 13 Uhr).

TTV: Tobias Liebergesell 3; Lennart Czosnyka 2,5; Stephan Müller 2; Steffen Weber 0,5