Serie hält auch im Derby
1. Bezirksliga: TTV Bleicherode II 8:0 TTV Hydro Nordhausen II
Es läuft rund bei der TTV-Reserve. Auch im vierten Rückrundenspiel sammelte man beide Zähler ein und hat durch den 8:0 Zwischenspurt den Klassenerhalt unerwartet früh abgesichert. Da nach oben auch nicht mehr viel möglich ist, kann man nun den Rest der Saison genießen und ohne Druck aufspielen.
Im Hinspiel hatte man das Derby noch knapp mit 5:8 verloren und war dadurch tief in den Abstiegssumpf geraten. Doch durch die Rückkehr von Tobias Liebergesell ist die TTV-Zweite einfach eine Klasse besser. Das zeigte man am Samstag eindrucksvoll, wenngleich die Rolandstädter keine Bestbesetzung aufbieten konnten.
So verlief die Partie weitestgehend einseitig, die 30 Zuschauer waren dennoch hochzufrieden mit dem Dargebotenen. Den Grundstein zum Erfolg legten bereits die Doppel, die man in überzeugender Manier und ohne Satzverlust gewinnen konnte.
Da Lennart Czosnyka (8,11,5 gegen Jan Fehling), Tobias Liebergesell (6,3,8 gegen Andrii Kalutskyi) und Steffen Weber (8,13,3 gegen Jonas Langer) ebenfalls kaum in Bedrängnis gerieten und jeweils 3:0 Siege einfuhren, war die Partie von Jörg Griebsch gegen Eric Holzberger schon ein Spannungs-Highlight.
Der Bleicheröder, nach Formkrise auf dem aufsteigenden Ast, verlor nach gutem Auftakt (11:8) zwei Sätze völlig den Faden (1:11 und 6:11), war dann in der Crunchtime aber wieder auf der Höhe (11:8 und 11:4).
„Wir sind sehr froh, dass es bei Jörg Schritt für Schritt aufwärts geht. Da helfen natürlich auch solche Erfolgserlebnisse und die Gewissheit, während einer Partie auch mal taktisch umstellen zu können“, ist Kapitän Steffen Weber happy.
Der Höhepunkt des Tages folgte zu Beginn der zweiten Runde mit dem Match zwischen Lennart Czosnyka gegen Andrii Kalutskyi. Was immer der – gewiss nicht schlecht spielendende – Bleicheröder auch anbot, der Ukrainer im Nordhäuser Dress hatte die richtige Antwort parat.
„Es war, als hätte Andrii schon 100mal gegen mich gespielt und sich die perfekte Taktik zurechtgelegt“, gibt die Bleicheröder Nummer 1 zu.
5:11, 9:11 und 3:5 war der ernüchternde Zwischenstand, die erste Rückrundenniederlage drohte. Doch eine perfekt gezogene Auszeit, mit kleinen Korrekturhinweisen und einem nun nachdenkenden Gegenüber brachten die Wende.
Insgesamt ganze 7 Punkte gestattete Lennart dem jetzt chancenlosen Nordhäuser in den drei folgenden Sätzen noch (11:6, 11:2 und 11:4), die Zuschauer quittierten die nun fehlerfreie und offensivgewaltige Vorstellung mit tosendem Beifall.
„Wenn man so eine Partie derart drehen kann, zeugt das auch von einer enormen Qualität“, gratuliert der Teamchef, „die Bilanz von 29:4 Einzelsiegen kommt nicht von ungefähr.“
Fast unter ging der parallel deutlich schneller eingefahrene zweite Erfolg von Tobias Liebergesell: Gegen Jan Fehling gab es ein klares 3:0, was den deutlichen 8:0 Gesamtsieg zementierte.
Mit jetzt 13:13 Punkten wandelt man im „grauen“ Tabellenmittelfeld und wird dort bin zum Saisonende verharren. Nach der verkorksten Hinrunde leuchtet das Grau allerdings sehr hell.
Zum nächsten Heimspiel empfängt man am 28.2. das Team aus Erfurt zum Spiel der derzeit besten Mannschaften der Liga. In der Rückrundentabelle liegen beide Teams mit 8:0 Punkten gleichauf, weshalb eine heiße Partie erwartet werden darf.
TTV: Lennart Czosnyka, Tobias Liebergesell je 2,5; Steffen Weber, Jörg Griebsch je 1,5




