Perfekter Schluss-Akkord

1. Bezirksliga: TTV Bleicherode 8:6 SV Friedrichroda

Die Partie der TTV-Reserve und dem Tabellenführer aus Friedrichroda war sicherlich ein Spiel der Kategorie DENKWÜRDIG. Ein Spiel, an das man sich sicherlich auch in Zukunft noch erinnern wird und welches auch nach der Partie noch für reichlich Gesprächsstoff sorgte.

Doch der Reihe nach.

Die Gäste sahen zu Beginn der 3. Einzelrunde beim Stande von 6:4 schon wie der sichere Sieger aus. Kurz zuvor war das Momentum der ausgeglichenen Partie zugunsten der sympathischen Gäste gekippt, als Dominique Einicke mit 3:1 gegen Lennart Czosnyka gewinnen konnte und im oberen Paarkreuz für den ersten Punkt seines Teams sorgte.

Das hatte im unteren Paarkreuz in persona Stephan Korn und Leon Hellmann etwas überraschend für einen 4:0 Rutsch gesorgt, wobei die Bleicheröder Steffen Weber und Jörg Griebsch nicht den Anschein erweckten, noch einen erfolgreichen Nachmittag zu erleben.

Doch manchmal ist Tischtennis doch nicht planbar.

Steffen Weber, bis dahin vollkommen indisponiert, steigerte sich gegen Einicke deutlich und brachte den Einser der Gäste im Laufe des Matches immer öfter ernsthaft in Bedrängnis. Spätestens im vierten Satz war der TTV-Kapitän dann im Flow und holte ein enorm wichtiges 3:1.

Als dann Lennart Czosnyka (3:0 gegen Stephan Korn) und der überragende Tobias Liebergesell (3:0 gegen Leon Hellmann) ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht wurden, führten die Kalistädter unter dem Jubel der 36 hellauf begeisterten Zuschauer nun sogar mit 7:6.

Tobias Liebergesell hielt sein Team im Spiel ©by Robert Eckardt

So gab man Jörg Griebsch sogar den Siegauftrag und der Routinier lieferte. Gegen Arne Lorenz, mit zwei Noppen ausgestattet, gelang dem Bleicheröder zwei Durchgänge fast alles (11:6 und 11:4), bevor Lorenz aktiver und das Match damit direkt ausgeglichener wurde. Der Rest war nichts für schwache Nerven. Satz 3 ging an den Noppen-Experten, den vierten Abschnitt jedoch krallte sich Griebsch mit einem brutal engen 12:10.

Der Rest war große Freude.

„Warum das heute speziell im unteren Paarkreuz so gehakt hat, kann ich gar nicht erklären“, hatte Teamchef Steffen Weber auch nach der Partie noch keine richtige Erklärung. „Wichtig war aber, dass wir drangeblieben sind und dann mit Glück und Geschick die Kohlen aus dem Feuer holen konnten. Chapeau und Glückwunsch an mein Team und zudem ein Riesendankeschön an unsere Zuschauer. Über 30 Menschen in der Bezirksliga, das gibt es sicher nicht allzu häufig.“

TTV: Tobias Liebergesell 3,5; Lennart Czosnyka 2; Steffen Weber und Jörg Griebsch je 1